Vitamin D-Versorgung in Deutschland (Teil 5)

Der Großteil an Vitamin D wird mit Hilfe des Sonnenlichts in der Haut gebildet.

Wie bereits erwähnt, kann der menschliche Körper Vitamin D mit Hilfe von ultraviolettem Licht (UV-B-Strahlung) in der Haut selbst bilden.

Wenig Aufenthalt im Freien in den Sommermonaten gehört deshalb zu den entscheidenden Ursachen für einen Vitamin D-Mangel.

Wichtig: Die UV-B-Strahlung ist entscheidend für die körpereigene Vitamin D-Produktion, sie kann aber auch Hautkrebs verursachen! Die Verwendung von Sonnenschutzcremes behindert allerdings die Bildung von Vitamin D in der Haut.

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Mangelnde Sonneneinstrahlung im Winter – davon sind besonders Menschen betroffen die in den nördlichen Bundesländern leben – ist eine weitere, allerdings kaum zu beeinflussende Ursache.

Neben der Jahreszeit spielen aber auch noch weitere Faktoren wie die Tageszeit, die Witterung, die Aufenthaltsdauer im Freien, die Bekleidung, der Hauttyp und die Verwendung von Sonnenschutzcremes eine Rolle. Menschen über 65 Jahre sind zudem häufig von einem Vitamin D-Mangel betroffen, weil die Fähigkeit der Haut ausreichend Vitamin D zu bilden mit dem Alter abnimmt.

Über die Ernährung wird nur ein kleiner Teil des benötigten Vitamin D aufgenommen. Da Vitamin D hauptsächlich in fettreichen Fischsorten vorkommt während pflanzliche Lebensmittel kaum Vitamin D enthalten gelten auch Vegetarier und Veganer als Risikogruppe für einen Vitamin D-Mangel.

Ein Vitamin D-Mangel ist weit verbreitet.

Das alles führt dazu, dass die Versorgung in Deutschland alles andere als optimal ist.

Bei ansonsten gesunden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sind ungefähr 20 Prozent von einem starken Vitamin D-Mangel betroffen. Weitere 40 Prozent gelten darüber hinaus als unzureichend versorgt. Als ausreichend mit Vitamin D versorgt zählen ebenfalls 40 Prozent, wobei hier in vielen Fällen sicher auch noch nicht von einer optimalen Versorgung mit Vitamin D gesprochen werden kann.

Als katastrophal wird hingegen oft die Situation von chronisch kranken, alten und pflegebedürftigen Menschen eingeschätzt. Bei ihnen ist der Vitamin D-Status deutlich schlechter als bei der Normalbevölkerung. Zu den Risikogruppen gehören auch Babys und Kleinkinder sowie Menschen mit dunkler Hautfarbe.

Der Vitamin D-Status ist üblicherweise gegen Ende des Winters am niedrigsten und im Spätsommer am höchsten. Wenn zum Beispiel in den sonnenreichen Monaten Juli und August mehr Vitamin D gebildet als gebraucht wird, wird Vitamin D im Fett- und Muskelgewebe gespeichert. Das ist gewissermaßen der Vorrat für die Wintermonate, wenn die Sonneneinstrahlung für die Vitamin D-Bildung nicht ausreicht.

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