Forschung: Magnesiummangel erhöht das Erkrankungsrisiko für eine Hashimoto-Thyreoiditis

Die Aufnahme von zu wenig Magnesium über die Ernährung wird schon seit längerer Zeit mit verschiedenen chronischen Krankheiten in Verbindung gebracht. Die möglichen Zusammenhänge zwischen einem Magnesiummangel und der Entwicklung einer Schilddrüsenerkrankung wie der Hashimoto-Thyreoiditis sind bislang jedoch unklar.

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Um mehr dazu herauszufinden wurden über 1250 Menschen untersucht. Bei ihnen hat man sowohl die Schilddrüsenwerte (TSH, fT4 und Schilddrüsenautoantikörper) als auch das Magnesium im Blut bestimmt.

Die TeilnehmerInnen an der Studie wurden – in Abhängigkeit von der Höhe ihres Magnesiumspiegels im Blut – in vier Gruppen unterteilt:

  1. Serum-Magnesium ≤ 0,55 mmol / l
  2. Serum-Magnesium 0,551 – 0,85 mmol / l
  3. Serum-Magnesium 0,851 – 1,15 mmol / l
  4. Serum-Magnesium > 1,15 mmol / l)

Dabei hat man festgestellt, dass das Risiko an einer Hashimoto-Thyreoiditis zu erkranken in der Gruppe mit den niedrigsten Magnesiumwerten (≤ 0,55 mmol / l) deutlich höher war als in der mit Magnesium gut versorgten Gruppe (0,851 – 1,15 mmol / l. ).

Die Hashimoto-Thyreoiditis wurde diesbezüglich anhand erhöhter Schilddrüsenautoantikörper und ergänzender Schilddrüsensonografie zweifelsfrei diagnostiziert. Wichtig zu wissen ist aber auch, dass das Risiko eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) zu entwickeln bei einem Magnesiummangel nachweislich höher ist.

Quelle: Wang K, Wei H, Zhang W u.a. „Severely low serum magnesium is associated with increased risks of positive anti-thyroglobulin antibody and hypothyroidism: A cross-sectional study.“ Sci Rep. 2018 Jul 2;8(1):9904. doi: 10.1038/s41598-018-28362-5