Wissenswertes zu Vitamin D bei Hashimoto-Thyreoiditis (Teil 1)

Funktionen von Vitamin D

Vitamin D hat vielfältige Aufgaben im menschlichen Körper. Ein Vitamin D-Mangel gilt als möglicher Auslöser für unterschiedliche Erkrankungen wie beispielsweise die Hashimoto-Thyreoiditis.

Vitamin D

Vitamin D spielt eine wesentliche Rolle für den Calcium- und Phosphat-Stoffwechsel.

Es ist außerdem wichtig für die Gesundheit von Knochen und Muskulatur. Vitamin D trägt zur Mineralisierung des Knochens und damit dem Knochenaufbau bei. Daneben wird aber auch die Muskulatur, insbesondere die Muskelkraft, von Vitamin D beeinflusst.

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Ausserdem wird diskutiert, dass ein Vitamin-D-Mangel auch das Risiko und die Ausprägung zahlreicher chronischer Krankheiten (bestimmte Krebsarten, Autoimmunerkrankungen, Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems) erhöhen kann. Die Beweislage hierzu ist aber derzeit noch unzureichend, d.h. weitere Forschungen sind notwendig bevor im Hinblick darauf eine vorbeugende Vitamin D-Einnahme empfohlen werden kann.

Vitamin D kann der menschliche Körper zum einen mit Hilfe der ultravioletten Strahlung des Sonnenlichts in der Haut selbst bilden und zum anderen über die Ernährung aufnehmen. Fische wie Aal, Hering und Makrele enthalten nennenswerte Mengen an Vitamin D. Vitamin D-haltig ist aber auch Lebertran – ein Öl welches aus der Leber von Kabeljau und Schellfisch gewonnen wird.

Übrigens – trotz der Bezeichnung Vitamin D (Cholecalciferol) ist es eigentlich kein Vitamin sondern ein Hormon. Aus der im Blut vorhandenen Hormonvorstufe Calcidiol (25-Hydroxy-Vitamin-D3, 25(OH)Vitamin D3), einer Art Speicherform, entsteht in der Leber das eigentlich stoffwechselaktive Hormon Calcitriol. Calcitriol wird dann wieder in das Blut abgegeben und gelangt darüber zu den eigentlichen Wirkorten im Körper.

Hashimoto-Thyreoiditis

Hashimoto-Thyreoiditis ist der Name für eine chronische Entzündung der Schilddrüse die durch eine Fehlsteuerung im Immunsystem ausgelöst wird. Die Abwehrzellen reagieren dabei nicht auf schädliche Reize oder Krankheitserreger, sondern sie richten sich fälschlicherweise gegen körpereigenes Schilddrüsengewebe. Deswegen zählt man die Hashimoto-Thyreoiditis auch zu den Autoimmunerkrankungen.

Die genauen Ursachen und Auslöser für die Entstehung und Entwicklung der Hashimoto-Thyreoiditis sind noch nicht ausreichend wissenschaftlich erforscht. Übereinstimmung herrscht jedoch darüber, dass es nicht einen einzigen Grund gibt, sondern dass mehrere Begebenheiten zusammentreffen müssen, damit es zum Krankheitsausbruch kommt.

Die entscheidende Voraussetzung ist im Hinblick darauf zunächst einmal eine vorhandene erbliche Veranlagung (genetische Disposition) für die Hashimoto-Thyreoiditis. Dafür spricht beispielsweise die Tatsache, dass die autoimmun bedingte Schilddrüsenerkrankung in einigen Familien häufiger vorkommt, d.h. dass mehrere Familienmitglieder daran erkrankt sind.

Ob die Hashimoto-Thyreoiditis tatsächlich ausbricht, hängt dann jedoch noch vom Vorhandensein auslösender Ereignisse (Trigger) ab. Neben chronischen Infektionen, langandauernden, stressigen Lebensphasen, Veränderungen der Sexualhormone in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren und übermäßiger Jodzufuhr werden diesbezüglich neben weiteren Aspekten auch Mängel an dem Spurenelement Selen und/oder Vitamin D diskutiert.

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