Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen geht es während der Corona-Pandemie psychisch schlechter

Dass eine durch die Hashimoto-Thyreoiditis verursachte Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) oft mit Beschwerden wie innerer Unruhe, Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, Panikattacken und Traurigkeit bis hin zu Depressionen oder Burnout einhergehen ist allgemein bekannt. Durch den monatelangen Stress den die Corona-Pandemie mit sich bringt, scheinen sich anhaltende Erschöpfungszustände und das Gefühl der Überforderung jetzt aber noch weiter zu verschlimmern. Die Betroffenen klagen über deutlich stärker gewordene Krankheitssymptome

Psychische Aspekte der Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis (Amazon-Partnerlink)

Reagieren Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen schon zu normalen Zeiten auf äußere Belastungen besonders sensibel und brauchen häufig mehr Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten als Schilddrüsengesunde, bringt sie das Leben während der Corona-Pandemie noch schneller an ihre Belastungsgrenze.

Die Angst um die eigene Gesundheit, quälende Einsamkeit während der Lockdowns, Sorgen um den Arbeitsplatz sowie finanzielle Einbußen sind für viele allgegenwärtig. Andere belastet das Homeoffice am Küchentisch mit ringsherum spielenden Kindern, die eigentlich die volle Aufmerksamkeit bräuchten, zusätzlich. Und nicht zu vergessen – der Einkaufsstress. Wird das Einkaufen sonst schon zu einer Herausforderung weil eine Schilddrüsenunterfunktion nicht selten mit Unwohlsein aber auch Panikattacken einhergeht, kommt jetzt auch noch die Maskenpflicht dazu. Viele SchilddrüsenpatientInnen leiden besonders stark darunter, weil die bei Sommerhitze ohnehin schon vorhandenen Kreislaufprobleme und Schwindelgefühle noch verstärkt werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass es offensichtlich schwieriger geworden ist verlässliche, ärztliche Unterstützung und eine gute, medizinische Behandlung zu bekommen. Manche Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen klagen, dass ihnen routinemäßige Kontrollen der Schilddrüsenwerte verweigert werden, andere warten noch länger als üblich auf notwendige Facharzttermine und über die Lieferschwierigkeiten bei Schilddrüsenhormonpräparaten habe ich schon häufig hier berichtet.

Anzeige: