Leserfrage: Braucht man im Winter mehr Schilddrüsenhormone?

Jahreszeitliche Stimmungsschwankungen (Winterdepressionen) oder auch sich wieder verstärkende Beschwerden wie Antriebslosigkeit, Erschöpfung und Muskelschmerzen können ein Hinweis darauf sein, dass die Einstellung mit einem Schilddrüsenhormonpräparat nicht mehr stimmt.

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Solche Veränderungen im Jahresverlauf sind für die meisten SchilddrüsenpatientInnen nicht ungewöhnlich, sollten aber zum Anlass genommen werden die Schilddrüsenhormondosis zu überprüfen.

So berichten Hashimoto-Thyreoiditis-Betroffene immer wieder davon, dass sich ihr Schilddrüsenhormonbedarf dahingehend ändert, dass sie im Winter geringfügig (12,5 bis 25 µg) mehr Schilddrüsenhormone benötigen und im Sommer etwas weniger.

Die genauen Ursachen für dieses Phänomen sind noch nicht ausreichend erforscht. Aber zumindest weiß man, dass die Hypophysen-Tätigkeit und damit auch die Aktivität der Schilddrüse durch äußere Faktoren wie Licht, Wärme und Sonneneinstrahlung beeinflusst wird.